Was Cortisol, Schlaf, Blutzucker, Nervensystem & Entzündungen wirklich damit zu tun haben
Ich bin selbst Mitte 50. Mitten in den Wechseljahren. Und wenn ich ehrlich bin, war Bauchfett plötzlich ein Thema, über das ich früher nie wirklich nachgedacht habe.
Und trotzdem stand ich irgendwann vor dem Spiegel und dachte:
„Was ist eigentlich mit meinem Körper passiert?“
Denn ich hatte nicht plötzlich angefangen, mich schlecht zu ernähren. Ich wusste über Gesundheit Bescheid, habe mich mit Hormonen beschäftigt, wurde Hormoncoach — und trotzdem merkte ich irgendwann, dass mein Körper anders reagiert als früher.
Vor allem in stressigen Zeiten. Ich habe plötzlich schneller am Bauch zugenommen. Mein Körper fühlte sich weicher an, empfindlicher, manchmal richtig aufgedunsen. Und je mehr Stress ich hatte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass mein Körper festhält. Kennst du dieses Gefühl?
Man schaut in den Spiegel und denkt:
„Das bin doch eigentlich gar nicht ich.“
Und genau darüber sprechen so viele Frauen mit mir.
Frauen, die sagen:
♥ „Ich esse doch gar nicht mehr als früher.“
♥ „Warum geht plötzlich alles an den Bauch?“
♥ „Ich mache doch schon so viel.“
♥ „Warum funktioniert mein Körper nicht mehr wie früher?“
Und weißt du was? Ich glaube wirklich, dass sich unglaublich viele Frauen völlig unnötig unter Druck setzen, weil sie denken, sie hätten einfach zu wenig Disziplin. Dabei steckt oft etwas ganz anderes dahinter.
Denn gerade in den Wechseljahren verändert sich nicht nur unser Hormonhaushalt — sondern oft unser komplettes Stresssystem. Unser Nervensystem reagiert empfindlicher. Schlaf wird schlechter. Der Körper kommt nicht mehr richtig zur Ruhe. Und genau das kann Auswirkungen darauf haben, wie unser Körper Fett speichert.
Vor allem am Bauch. oft etwas ganz anderes dahinter. Denn gerade in den Wechseljahren verändert sich nicht nur unser Hormonhaushalt — sondern oft unser komplettes Stresssystem. Unser Nervensystem reagiert empfindlicher. Schlaf wird schlechter. Der Körper kommt nicht mehr richtig zur Ruhe. Und genau das kann Auswirkungen darauf haben, wie unser Körper Fett speichert. Vor allem am Bauch.
Bauchfett in den Wechseljahren – warum der Körper plötzlich anders reagiert
Ich glaube, das Schwierigste für viele Frauen ist gar nicht nur die Veränderung selbst. Sondern dass plötzlich Dinge nicht mehr funktionieren, die früher funktioniert haben. Früher hat man vielleicht ein bisschen besser gegessen, sich mehr bewegt und sofort etwas gemerkt. Und plötzlich? Passiert einfach … nichts mehr. Oder der Körper reagiert sogar mit noch mehr Wassereinlagerungen, Müdigkeit oder Heißhunger. Und genau hier beginnt oft dieser innere Kampf mit uns selbst.
Viele Frauen fangen an:
- noch weniger zu essen
- noch strenger zu werden
- noch mehr zu kontrollieren
Aber unser Körper ist keine Maschine. Gerade in den Wechseljahren braucht er oft nicht mehr Druck — sondern mehr Sicherheit. Denn unser Körper reagiert unglaublich sensibel auf Stress. Und das meine ich nicht nur emotional. Sondern hormonell.
Cortisol und Bauchfett – was Stress in den Wechseljahren wirklich auslösen kann
Über Cortisol wird mittlerweile viel gesprochen. Und trotzdem haben viele Frauen gar kein richtiges Gefühl dafür, wie stark Stress tatsächlich auf den Körper wirken kann.
Denn Stress bedeutet nicht nur, zu viele Termin zu haben. Nein. Stress kann auch sein:
- ständig funktionieren
- nie richtig abschalten
- emotional erschöpft sein
- schlecht schlafen
- immer für alle da sein
- sich selbst permanent unter Druck setzen
Und genau das erleben so viele Frauen.
Der Körper befindet sich dadurch oft dauerhaft in Alarmbereitschaft. Das Nervensystem kommt nicht mehr richtig runter. Und wenn dieser Zustand über längere Zeit anhält, kann der Körper anfangen, Energie zu speichern — besonders am Bauch. Und glaube mir, ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe es ganz genauso erlebt. Ich hatte meinen Körper dann viele Monate nicht gemocht, wollte mich nicht anschauen und war froh im Wohnmobil keinen Spiegel zu haben ;). Unser Körper möchte uns schützen.
Warum schlechter Schlaf in den Wechseljahren das Abnehmen erschweren kann
Ich glaube wirklich, dass Schlaf eines der meist unterschätzten Themen überhaupt ist. Denn viele Frauen schlafen in den Wechseljahren plötzlich schlechter, obwohl sie früher wunderbar schlafen konnten. Wir wachen nachts auf oder schlafen viel zu spät ein. Unser Kopf hat einfach keinen „Aus-Schalter“. Und klar. Morgens werden wir wach und ….. nicht natürlich nicht erholt. Manche von uns liegen elendig lange nachts wach und denken über alles nach. Kopfkino par excellence.
Und genau das ist Stress für den Körper. Denn während wir schlafen, reguliert unser Körper:
♥ Hormone
♥ Nervensystem
♥ Blutzucker
♥ Regeneration
♥ Entzündungen
Wenn diese Ruhephasen fehlen, bleibt unser Körper oft in einem inneren Stressmodus. Und genau dieser Zustand kann wiederum Einfluss darauf haben, wie leicht oder schwer unser Körper Fett loslässt. Vor allem Bauchfett. Und manchmal dürfen wir Frauen anfangen zu verstehen:
Dass unser Körper nicht immer mehr Disziplin braucht. Sondern manchmal einfach mehr Ruhe. Die wir uns ja eigentlich nicht gönne. Und ganz ehrlich? Disziplin können wir alle. Aber entspannen?
