Mikrobiom
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Das Mikrobiom – Pflege für Haut und Darm


Vor Kurzem hatte ich mit meinem Partnerunternehmen eine Schulung, in der neue Produkte vorgestellt wurden, die das Darm- und Haut-Mikrobiom unterstützen. Mikrobiom? Davon habe ich zuvor noch nie gehört, aber dieses Thema ist so interessant, dass ich das, was ich da gelernt habe, unbedingt hier mit Dir teilen muss.

Wusstest Du, dass wir mit einem riesigen Zoo in uns und auf uns zusammenleben? Wir sind besiedelt von Milliarden von Bakterien, Pilzen, Viren, Archaeen und Protozoen, die man als unser Mikrobiom bezeichnet. Du brauchst die Nase gar nicht rümpfen, denn der allergrößte Teil dieser Mini-Lebewesen, die man auch Mikroben oder Mikroorganismen nennt, rufen gar keine Krankheiten hervor. Im Gegenteil: Wir brauchen sie sogar! Ohne sie wäre auf der Erde das Leben in der Form, wie wir es kennen, gar nicht möglich. Der für uns lebensnotwendig hohe Sauerstoffgehalt kam überhaupt erst durch den Stoffwechsel der Bakterien in die Erdatmosphäre und bis heute spielen sie eine entscheidende Rolle im Sauerstoff-Kreislauf.

Die Forschung der letzten Jahre zeigt, dass Mikroorganismen auch an lebenswichtigen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt sind. Sie leisten einen erheblichen Beitrag zu unserer körperlichen und mentalen Gesundheit, indem sie essenzielle Nährstoffe liefern, den Körper gegen Eindringlinge und Krankheitserreger verteidigen und dem Immunsystem signalisieren, wenn es aktiv werden muss.


Den größten Teil der Mikroben beherbergen wir im Darm (Darmflora). Aber auch unsere Schleimhäute und Hautoberfläche sind von ihnen dicht besiedelt. Ist es nicht spannend, dass wir wahrscheinlich zum ersten Mal schon als Embryo im Mutterleib mit Mikroben in Berührung kommen? Allerspätestens geschieht dies dann bei der Geburt, bei der wir von allen Mikroben überzogen werden, die sich zu diesem Zeitpunkt bei unserer Mutter in der Vagina, im Darm und auf der Haut aufhalten. Auch die Muttermilch enthält Bakterien und bestimmte Nährstoffe, die die Entwicklung der Darmflora unterstützen und somit die Ausbildung des Immunsystems des Kindes fördern.

Jeder Mensch entwickelt im Laufe der Jahre durch die verschiedensten äußeren Einflüsse wie Lebensumgebung (Stadt oder Land), Ernährung, Körperkontakt zu anderen Lebewesen, Krankheiten, Stress oder Medikamente sein ganz eigenes Mikrobiom. Im Alter von 12-14 Jahren ist es komplett ausgebildet. So unterschiedlich diese äußeren Einflüsse bei jedem Einzelnen sind, so individuell ist das Mikrobiom eines jeden Menschen, vergleichbar mit dem Fingerabdruck. Unser eigenes Mikrobiom tragen wir überall mit uns herum. Wenn wir zum Beispiel in ein Hotelzimmer einchecke, dann ist dort innerhalb von 24 Stunden alles von unseren Mikroben überdeckt. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb man an fremden Orten immer erst mal einen Tag Eingewöhnungszeit braucht, bis man sich richtig wohl fühlt?

Das Mikrobiom: Multitalent im menschlichen Körper


Welche Aufgaben hat nun das Mikrobiom in unserem Körper? Den meisten Menschen ist bekannt, dass die Mikroorganismen an der Verdauung beteiligt sind. Sie zerlegen beinahe alles, was im Darm landet und produzieren dabei essenzielle Nährstoffe wie Vitamine. Ihre Power dafür holen sich die Mikroben aus Ballaststoffen. Bei Zersetzung produzieren sie außerdem kurzkettige Fettsäuren, die wiederum wertvolles Futter für die Darmzellen sind. Diese können dadurch eine starke Barriere aufbauen, sodass Schadstoffe es schwer haben, über den Darm in unseren Körper zu schlüpfen. Deshalb ist es so enorm wichtig, sich ballaststoffreich zu ernähren.

Doch nicht nur unser Darm-Mikrobiom leistet ganze Arbeit. Auch die Mikroben auf der Haut schützen uns zusammen mit der natürlichen Hautbarriere vor krankmachenden Eindringlingen. Hier findet ein gut austariertes Wechselspiel statt von ständig ansässigen, nützlichen Mikroben und schädlichen Mikroben, mit denen wir durch Kontakt zu unserer Umwelt in Berührung kommen. Bei einem gesunden Haut-Mikrobiom verschwinden die Krankheitserreger nach einigen Stunden wieder von der Hautoberfläche. Ist es allerdings durch Verletzungen, UV-Licht, Ernährung, falsches Hygieneverhalten oder übermäßige Antibiotikagaben gestört, haben die krankmachenden Erreger leichteres Spiel. 

Gestörtes Mikrobiom – weitreichende Folgen


Ein gestörtes Mikrobiom kann zu Problemen führen, denn es wirkt bei der Steuerung des gesamten Immunsystems mit. So kontrollieren zum Beispiel bestimmte Haut-Mikroben, die sich in tieferen Hautschichten aufhalten, die Aktivierung der ebenfalls dort ansässigen Immunzellen. Das Darm-Mikrobiom steht über die Darm-Hirn-Achse in ständigem Kontakt mit dem Gehirn und triggert das Immunsystem, wenn es nötig ist. Es hat so auch Einfluss auf unser Gedächtnis, unsere Emotionen und unsere Psyche.

Mikrobiomforschung noch in den Kinderschuhen

Da das Mikrobiom so maßgeblich an unserer Gesundheit beteiligt ist, wird ihm seit etwas mehr als zehn Jahren in der Forschung ein enormes Interesse beigemessen, doch viele grundlegende Fragen sind noch offen. Man kann zwar heute schon sehr genau die einzelnen Mikroben identifizieren und feststellen, wo wie viele von ihnen angesiedelt sind. Aber was jede einzelne Mikrobe in welcher Umgebung bewirkt oder wie Mikroorganismen zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden können, ist noch weitestgehend ungeklärt.

Gesundes Mikrobiom – gesunder Körper


Auch wenn Heilung durch Mikroorganismen heute noch nicht möglich ist, kann jeder etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden tun, indem er das Mikrobiom bei seiner Arbeit unterstützt.

Allgemein solltest Du darauf achten, dass

    • Du Stress meidest
    • Du auf eine ausgewogene Schlafhygiene achtest
    • Du Deine Haut vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützt
    • Du Dich so oft wie möglich in der Natur der frischen Luft aussetzt und luftverschmutzte Orte meidest

So unterstützt Du Dein Darm-Mikrobiom

    • Achte Auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und ballaststoffreiche Ernährung, die hauptsächlich aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten besteht
    • Verzichte auf Fast Food, tierische Produkte, Zucker und einfache Kohlenhydrate wie Weißbrot oder weißer Reis
    • Supplementiere hochwertige Vitalstoffe. Damit kannst du dein Darm-Mikrobiom richtig boosten.
    • Setze Antibiotika mit Bedacht ein. Sie sind ein wahrer Killer für unser Mikrobiom.
    • Baue mit Probiotika die Darmflora nach einer Durchfallerkrankung oder einer Antibiotika-Therapie wieder auf

So unterstützt Du Dein Haut-Mikrobiom

    • Benutze keine antibakteriellen Seifen, Putz- und Waschmittel, da sie das Haut-Mikrobiom schädigen. Stattdessen prä- und postbiotische Pflegeprodukte verwenden, die das Mikrobiom unterstützen.
    • Verwende Reinigungsprodukte, die die Feuchtigkeit der Haut erhalten
    • Nutze Pflegeprodukte, die mit pflanzlichen Ölen und Pflegestoffen punkten
    • Verzichte auf zu häufiges Duschen
    • Dusche mit nicht zu heißem Wasser

Solltest Du Symptome haben oder Dich krank fühlen, gehe bitte zu einem Heilpraktiker oder Arzt Deines Vertrauens, denn jedes Symptom sollte fachkundig abgeklärt werden. Mit diesem Beitrag möchte ich nur die spannenden Aspekte über das Mikrobiom, die ich kürzlich erfahren habe, mit Dir teilen und Dir Tipps geben, wie ein gesunder Körper gesund bleiben kan

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